GRANDE SONATE - Boccherini & Beethoven
Feb
28
7:30 nachm.19:30

GRANDE SONATE - Boccherini & Beethoven

Sonaten für Violoncello & Hammerflügel von Luigi Boccherini & Ludwig van Beethoven

Der gebürtige italienische Cellovirtuose und Komponist Luigi Boccherini befand sich in fester Anstellung am Hofe von Madrid, als der preußische Kronprinz Friedrich Wilhelm II, selbst begeisterter Cellist, ihn zum Kammerkompositeur ernannte und bei ihm Kompositionen in regelmäßiger Folge bestellte. Schon Boccherinis Zeitgenossen schätzten seinen sehr individuellen Stil, seine ausdrucksvollen Modulationen, den naiven Charme und den innigen Gesang. Seine Cellosonaten sind noch wie im 18. Jahrhundert üblich Kompositionen für ein Soloinstrument und Basso Continuo. D.h. die Begleitung ist nicht auskomponiert, es gibt lediglich eine notierte Bassstimme, und der Continuospieler - in diesem Fall am Hammerflügel, denn auch das Instrument und die Anzahl der Begleiter kann variieren - improvisiert dazu eine harmonisch passende Begleitung.

Ludwig van Beethoven, in Bonn geboren, musikalisches Wunderkind, später als freier Musiker und Komponist wie Haydn und Mozart eine Generation vor ihm in Wien lebend, gilt als Vollender der Wiener Klassik. Indes ist ihm das Komponieren nicht mit Leichtigkeit zugefallen, vielmehr hat Beethoven mit seinen Ideen gerungen, sie verbessert, verändert. Seine Kompositionsskizzen verraten dies. Überhaupt geben die Betrachtung seiner Musik und die Überlieferungen seiner Zeitgenossen das Bild eines Künstlers wieder, für den das Harmonische, Gelöste nie von Dauer war, sondern der kraftstrotzend und immer wieder in einsamem Rückzug von Neuem den Kampf und das Suchen aufnahm. Aus seiner mittleren Schaffensphase stammt die A-Dur-Sonate für Cello und Klavier, die mit ihrem melodiösen Anfang und ihrem volkstümlichen und zugleich fulminanten Scherzo wohl bekannteste unter den Sonaten in dieser Besetzung. Wie seine Kreutzer-Sonate für Violine und Klavier, ebenfalls in A-Dur, wird sie besonders wirkungsvoll und formal unerhört durch das unbegleitete Streichinstrument allein eröffnet, ehe das Klavier einstimmt.

Martin Seemann Violoncello

Mira Lange Hammerflügel

Eintritt 10€ / 5€ Einlass 30 min vor Beginn

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"Drei zwei eins" Bach und Mozart
Mär
14
7:30 nachm.19:30

"Drei zwei eins" Bach und Mozart

“Drei zwei eins”: Bearbeitungen von Bachs Werken für Cembalo und Orgel für Streichtrio, Duo für Violine und Viola von Mozart und Bachs Sonate C-Dur für Violine solo

Aurum-Ensemble Berlin:

Andreas Pfaff Barockvioline Chang-Yun Yoo Barockviola Christian Raudszus Barockcello

Inspiriert und ausgehend von Mozarts Bearbeitungen Bachscher Fugen für Streichtrio umrahmt das Ensemble sein Programm mit transparenten Trio-Bearbeitungen einer Cembalo-Toccata und einer Orgel-Sonate Bachs, fügt ein Duo Mozarts für Violine und Viola hinzu und verkleinert die Besetzung nochmals bis zur Solo-Violine, welche die faszinierenden Fugen Bachs einmal mehr zu Gehör bringt. Drei, Zwei, Eins....

Zu hören ist das Programm nochmals am 31.März in der Ernst-Moritz-Arndt-Kirche  Berlin sowie am 12.Mai beim Bach Fest, das in diesem Jahr in Rostock stattfindet.

Eintritt: 10€ / 5€ Einlass 30 min vorher


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DAS SALTERIO - Die Wiedererweckung eines Instruments des 18. Jahrhunderts
Apr
11
7:30 nachm.19:30

DAS SALTERIO - Die Wiedererweckung eines Instruments des 18. Jahrhunderts

Das Salterio, das man als das Hackbrett des Barock bezeichnen kann, feierte im Italien und Spanien des 18. Jahrhunderts den Höhepunkt seiner Reputation. Von Venedig bis Neapel, von Lissabon bis Madrid avancierte es in aristokratischen Kreisen zu einem gern gespielten Instrument, dessen Klang auch bei wichtigen Feierlichkeiten der Nobilità nicht fehlen durfte. So waren es die Grafen, Klosterschwestern, Priester und Kardinäle selbst, die das Salterio spielten.

Das originale Repertoire für Salterio umfasst alle Genres der Zeit - es erklang in der Kirche, am Hof und im Theater. Die Vielzahl an Manuskripten mit originaler Salteriomusik, darunter auch von namhaften Komponisten wie Antonio Vivaldi, Nicola Porpora, Giovanni Paisiello oder Nicola Piccinni, befindet sich heute in Bibliotheken in ganz Europa und wird erst nach und nach wiederentdeckt.

Die zahlreich in Museen und Sammlungen erhaltenen kunstvoll vergoldeten und bemalten Salteri belegen ebenfalls den hohen sozialen Status des Instruments in der Zeit seiner Hochblüte.

Es ist eine einzigartige Besonderheit des Salterios, dass zwei völlig unterschiedliche Spieltechniken gleichwertig zur Anwendung kamen. Entweder zupfte man das Salterio mit Fingern und Federkielen (pizzicato), oder man spielte es mit zwei kleinen Schlägelchen (battuto). Diese beiden Techniken machen das Salterio zu einem akustischen Verwandlungskünstler.

 Franziska Fleischanderl wurde in Linz geboren. Es war ein besonderer Moment für sie, als sie im Alter von vier Jahren zum ersten Mal ein Hackbrett spielen hörte und sich sofort in seinen klaren, sphärischen Klang verliebte. Inzwischen hat sie zwei Masterstudien in Linz und Basel abgeschlossen und schreibt derzeit an ihrer Dissertation an der Universität Leiden. Um ihre Forschungsergebnisse auf die Bühne zu bringen, gründete sie ein Ensemble für historische Salteriomusik, IL DOLCE CONFORTO, mit welchem sie zwei preisgekrönte CDs veröffentlicht hat.

Franziska Fleischanderl ist derzeit die einzige Salteriospielerin, die beide Spieltechniken auf dem Salterio auf Konzertniveau beherrscht. Sie spielt ein Salterio vom Jahr 1725, das von Michele Barbi in Rom erbaut wurde.
www.salterio.at

Fotos: Reinhard Winkler

Fotos: Reinhard Winkler

Eintritt: 10€ / 5€ Einlass 30 min vor Beginn

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Jan
24
7:30 nachm.19:30

Von Mensch & Welt - DISTANZEN

Im Januar wird WUNDERKAMMER 5 Jahre alt. Anlässlich dieses Geburtstages stellen wir Arbeiten aus den letzten Jahrzehnten unseres Namengebers und Kollegen Ulf Peter Uehling vor.

Sarah Perl hat Kompositionen und Texte Uehlings in eine Form gebracht, die einen Eindruck von Mensch & Welt zeigen - Zerrissenheit zwischen Realität und Schönheit, zwischen Sehnsucht und Abkehr, zwischen Nähe und Distanz.

“Es gibt aus der Verstrickung keinen Ausweg. Das einzige, was sich verantworten läßt, ist, den ideologischen Mißbrauch der eigenen Existenz sich zu versagen und im übrigen privat so bescheiden, unscheinbar und unprätentiös sich zu benehmen, wie es längst nicht mehr die gute Erziehung, wohl aber die Scham darüber gebietet, daß einem in der Hölle noch die Luft zum Atmen bleibt'.

Theodor W. Adorno

Musik & Text: Ulf Peter Uehling

Idee: Sarah Perl

Ausführende:

Niklas Trüstedt, Tristan Braun Sprecher Andreas Pfaff Violine Martin Seemann Violoncello

Sarah Perl Viola da Gamba Mira Lange & Peter Uehling Hammerflügel

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Jan
1
5:00 nachm.17:00

Neujahrskonzert: IN TEMPORIBUS - IN DEN ZEITEN Astrophil & Stella in duo

Musik von Molinaro, Paladino, de Rore u.a.

Das Ensemble astrophil & stella tritt in kleinster kammermusikalischer Besetzung, im Duo, auf und präsentiert Musik, die entweder schon kurz nach ihrer Entstehungszeit umarrangiert wurde, oder der sich die Musikerin ihren eigenen Arrangements widmen. So erklingen z.B. barocke Adaptionen der Corelli-Violinsonaten für Barockgitarre von Santiago de Murcia, Diminutionen aus dem 17. Jahrhundert über bereits im 16. Jahrhundert geschriebene Chansons und Madrigale neben Improvisationen und eigenen Bearbeitungen von historischen Materialien. 

Johanna Bartz Renaissance- und barocke Traverso
Guilherme Barroso Laute und Barockgitarre

Johanna Bartz stammt aus einem kleinen Dorf in der Mecklenburgischen Seenplatte und lebt heute in Basel. Sie spielt mit Ensembles wie Le Concert des Nations (Jordi Savall), Anima Eterna Brugge (Jos van Immerseel), Gli Incogniti (Amandine Beyer), der LauttenCompagney Berlin, Elbipolis Hamburg, Berlin Baroque, dem Zürcher Barockorchester, Sollazzo Ensemble, Wunderkammer, Continuum, Svapinga Consort oder Voix Obligées. 2016 - noch während ihres Studiums – wurde sie Dozentin für Renaissancetraverso und Consort an der Schola Cantorum Basiliensis. Im selben Jahr hat sie das Renaissanceensemble astrophil & stella gegründet, das anlässlich des Luther-Jahres 2017 zur Rheinsberger Hofkapelle ernannt wurde. Als festes Mitglied von El Gran Teatro del Mundo verfolgt sie eine rege internationale Konzerttätigkeit. Rundfunk- und CD-Aufnahmen für rbb Kulturradio, MDR, SR, SRF, Radio de la Suisse Romande, Radio Catalunya, Querstand, Coviello Classics und Decca sowie Einladungen als Gastdozentin an das Mozarteum Salzburg, die Universität der Künste Berlin oder dem ESMAE Porto runden ihr musikalisches Schaffen ab.

Johanna war Stipendiatin von Yehudi Menuhin – Live Music Now e.V. Berlin, der DOMS- Stiftung und des Internationalen Lyceum Clubs Basel, der Hirschmann-Stiftung sowie der Musikakademie Basel und wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet.

Ihren Master an der Schola Cantorum Basiliensis bei Marc Hantai und Anne Smith hat Johanna 2017 mit Auszeichnung abgeschlossen, nachdem sie ihre Studien zuvor bereits ans Königliche Konservatorium Brüssel und an die Universität der Künste Berlin geführt hatten.

Guilherme Barroso wurde in Rio de Janeiro geboren und studierte Laute bzw. Dirigieren an den Musikhochschulen in Zürich und Porto und an der Universidade Federal do Rio de Janeiro (UFRJ).

Guiherme spielt regelmäßig als Solist und Mitglied verschiedener Ensembles wie Ensemble Elyma und Ensemble Ébalides (Gabriel Garrido), Ensemble Arte Mínima (Pedro Sousa Silva), Ensemble La Boz Galana (Sebastián León), Ensemble Domus Artis (Breno Quinderé), Galimatias Baroque Ensemble (Ivan Rodriguez), Concerto Ibérico (João Paulo Janeiro), Capella Duriensis (Jonathan Ayerst) u.a., in Ländern wie der Schweiz, Deutschland, Portugal, Spanien, Frankreich, Ungarn oder Brasilien. Außerdem arbeitet er als Chorleiter. Zur Zeit lebt Guilherme in Basel, wo er Laute bei Peter Croton an der Schola Cantorum Basiliensis studiert.

Eintritt: 10€ / 5€




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